Festgeld und Tagesgeld im Vergleich
Die Entscheidung für Tagesgeld oder Festgeld ist grundsätzlich von zwei Bedingungen abhängig: Der Anleger muss entscheiden, wie viel Geld er nicht unbedingt sofort braucht und
daher auf das höher verzinste Festgeldkonto legt, und er muss entscheiden, wie er mit den variablen Zinsen beim Tagesgeld umgeht. Denn diese sind Schwankungen gemäß den
Entwicklungen am Kapitalmarkt unterworfen.
Zinsvergleich: Tagesgeld oder Festgeld
Hier schneidet das Festgeld eindeutig besser ab, es gibt jedoch Ausnahmen. Diese lohnen sich näher in Augenschein zu nehmen. So bietet Cortal Consors schon seit einiger Zeit
(etwa seit Mitte 2010) ein Tagesgeldkonto mit 4,50 Prozent Zinsen an, natürlich schwankend (Ende 2010 waren es 4,00 Prozent, Mitte 2011 auch 4,70 Prozent). Dieser Zinssatz
liegt eindeutig in Höhe der besten Festgeldzinsen, er ist nur an eine Bedingung gekoppelt: Der Anleger muss ein Depot von einer anderen Bank zu Cortal Consors übertragen. Hier
handelt es sich um recht munteren Wettbewerb gegenüber den anderen Banken und Brokern, bei denen die Kunden bislang ihre Wertpapierdepots halten. Kunden, die ihr
Wertpapierdepot vielleicht ohnehin auflösen wollen, sollten diese Chance nutzen. Gründe gäbe es genug, der Aktienmarkt ist seit 2008 unberechenbar geworden, und 4,50 Prozent
Tagesgeldzinsen sind eine feine Angelegenheit. Andere Banken ziehen inzwischen mit ähnlichen Angeboten nach. Ansonsten liegen Festgeldzinsen im Durchschnitt doppelt so hoch wie
Tagesgeldzinsen. Das ist aber nur der Durchschnitt aller Banken, der Einzelfall ist differenziert zu betrachten. Vor allem wenn pauschal gefragt wird, ob Tagesgeld oder Festgeld die
bessere Variante hinsichtlich der Zinsen ist, muss genau hingeschaut werden. Die besten Tagesgeldzinsen liegen Ende Dezember 2011 bei 2,78 Prozent (außer Cortal), die schlechtesten
Festgeldzinsen bei 1,30 Prozent.
Verfügbarkeit und variabler Zinssatz
Die Entscheidung für Tages- oder Festgeld fällt auch wegen der Verfügbarkeit und den gegenüberstehenden festen oder variablen Zinsen. Auf den festen Zins eines Festgeldkontos
können Sie sich über die vereinbarte Laufzeit verlassen, Tagesgeld kann im Zinssatz schwanken. Es werden beim Tagesgeld manchmal bestimmte Laufzeiten für den angegebenen
Zins garantiert (etwa 3 bis 12 Monate), manchmal auch nicht. Der Vorteil ist die tägliche Verfügbarkeit. Anleger entscheiden sich daher für Festgeld mit einer Summe, die sie über
den vereinbarten Zeitraum relativ sicher nicht benötigen.
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